Auf der Kreuz nach Roscoff

Unsere nächste Etappe Richtung Westen ging 36 Stunden gegen den Wind auf einer richtig schönen klassischen Kreuz. Zunächst hat der Strom, der hier mit bis zu 5 Knoten geht, uns geholfen und von hinten geschoben. So sind wir gut nördlich an Alderney, einer der englischen Kanalinseln vorbeigekommen. Wir das dann so ist, kippt aber der Strom mit dem Gezeitenwechseln und so sind wir dann die nächsten paar Stunden Rückwärtsbananen gesegelt. Aber wie man auf dem Bild vom Plotter gut sieht, sind wir immerhin noch vorangekommen. Mit der nächsten Tide ging es dann wieder besser voran und wir konnten den Strom wieder für uns nutzen.

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Schöne Tage in Cherbourg

Unsere paar Hafentage in Cherbourg haben wir sehr genossen. Der Erwerb von Nahrungsmitteln macht wie überall in Frankreich natürlich viel Freude und die Bordküche ist reichlich genutzt worden. Der Remoska-Ofen hat uns ganz leckere Ochsenschwänze geschmort und auch sonst haben wir uns durch die lokalen Köstlichkeiten gekocht.

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Ankunft im Unterwegs Sein

Der zweite Schlag auf unserer Reise hat uns am Dienstag Morgen von Dunkerque aus Richtung Westen in den Ärmelkanal geführt. Recht bald hatten wir unter Halbwind (der Wind kommt von der Seite und das Boot ist schön schnell unterwegs) die Engstelle bei Calais – Dover erreicht. Dort wird man gleich mal mit der aktuellen Migrationsdynamik konfrontiert. Über Funk wurde darauf aufmerksam gemacht, dass viele!!! Schlauchboote ohne AIS (das macht ein Schiff für andere auf einem Bildschirm sichtbar) auf der Passage von Frankreich nach England unterwegs sind und man wegen der schlechten Sicht entsprechend aufmerksam sein soll. Die Französische Marine hat später dann noch gefunkt, dass sie ein Dinghy mit 15 Leuten, die alle Schwimmwesten tragen, gesichtet hat. Dover Coast Guard hat übernommen. Das klang alles sehr routiniert und eingespielt. Aber trotzdem war die Vorstellung erschreckend, dass da bei der Dichte von Frachtschiffen quasi unsichtbare Schlauchboote unterwegs sind, die quer fahren.

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Die Leinen sind los

Jetzt sind wir unterwegs. Wie die letzten Wochen verlief auch die Losfahrt nicht ganz reibungslos, aber Sutje ist im Wasser und die Crew guter Dinge. Die Anreise mit der Deutschen Bahn hat uns 2 Stunden Aufenthalt in Duisburg beschert, aber bei schönem Wetter liess sich die Zeit in „charmanter“ Umgebung recht angenehm gestalten und wir wurden gleich mal entschleunigt.

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Los geht’s – auf dem Trockenen

Die Arbeit übergeben, die Wohnung geräumt, alles Notwendige auf dem Boot verstaut und wir dachten, es geht jetzt los. Ja, von Monnickendam nach Enkhuizen und jetzt liegen wir dort an Land. How come?
Wir hatten einen Termin zum Auskranen Anfang April in Monnickendam. Dort sollte das Antifouling (Bewuchs verhindernder Unterwasseranstrich) noch einmal erneuert werden und – noch wichtiger – die Stopfbuchse sollte ausgewechselt werden. Die Stopfbuchse ist eine der vielen Achillesfersen an einem Schiff. Sie dichtet die Welle ab, die vom Motor durch den Schiffsrumpf zur Schraube führt. Eigentlich sind diese Stopfbuchsen extrem zuverlässig, aber unsere ist ein echter Problemfall und muss jetzt zum dritten Mal ausgetauscht werden, weil sie undicht ist und wir daher immer Wasser machen. Das ist kein schönes Gefühl.

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