Zurück auf den Kanaren

Nachdem wir über den Jahreswechsel für ein paar Tage zum Boostern in Deutschland waren und Verwandte besucht haben, sind wir nun seit einer Woche wieder auf Teneriffa. Auf dem Rückweg haben wir natürlich jede Menge bestellter Ersatzteile mitgenommen, die sich bei Jans Schwester so über die Zeit angesammelt hatten. Dafür haben wir dann einen ganzen Schinken dort abgeliefert.

Schinken auf dem Weg nach Deutschland


In den letzten Tagen haben wir den nördlichen Teil der Insel intensiv erkundet und viele schöne Wanderungen gemacht. Der Norden von Teneriffa ist sehr schön: grün, mit Nebelwald in der Höhe, sehr steilen Barrancos und grandios in die Landschaft gesetzen Ortschaften. Wer sich dafür näher interessiert, bekommt unter dem Tab „Wandern“ ab jetzt einen Überblick und kann sich auch die einzelnen Wanderungen im Detail anschauen. Jan hat herausgefunden, wie man die in die Website einbinden und mit eigenen Fotos versehen kann.

Die letzten zwei Tage war aber wieder Hausarbeit und Schiffspflege angesagt. Zum einen habe ich mir bei einem steilen Abstieg den Fuss gezerrt und das Wetter lädt auch nicht zum Wandern ein. Wir haben eine Wetterlage mit der lokalen Bezeichnung Calima. Seit drei Tagen weht ein heftiger Südwind. Auf den Bergen bläst es einen fast um. Dazu kommt dann der Saharastaub, der die ganze Atmosphäre gelblich vernebelt. Im Licht der Laternen sieht das Abends fast aus wie Nieselregen. Es soll auch nicht gut sein für die Bronchien. Also haben die Füsse ein paar Tage Ruhe. Auf dem Boot hat sich der gelbe Staub dann mit dem schwarzen Russ, der durch die Fähren und Kreuzfahrtschiffe erzeugt wird, durch den heute dazugekommenen Regen zu einer schmierigen Schicht vermengt. Jan hat das gerade mal alles weggespült.

So ist dann aber auch Zeit für Brotbacken, Putzen, Steuererklärung und Website, lauter Dinge, für die wir nach dem Wandern immer viel zu erschöpft sind.

Für viel Abwechslung und Unterhaltung hier im Hafen hat dabei in den letzten zwei Tagen auch die mexikanische Marine mit ihrem Schulschiff Cuauhtémoc gesorgt. Schon ihre Ankunft war spektakulär. Voll beflaggt, die Mannschaft in den Rahen und mit lauter Musik wurde das Anlegemanöver zelebriert.

Seitdem freuen wir uns immer wieder über neue Lichtershows und musikalische Einlagen – und es riecht dort auch nach leckerem Essen. Mit den vielen und auch grossen Nationalflaggen ist das Schiff ein echter Hingucker und unübersehbarer Repräsentant Mexikos.

Dagegen kommt die Gorch Fock, die auch hier im Hafen liegt, recht bescheiden daher. Vielleicht musste sie deswegen auch ihren Liegeplatz für die Cuauhtémoc frei machen und liegt nun an der Aussenmole.

Die Gorch Fock versteckt sich

Eine Antwort auf „Zurück auf den Kanaren“

  1. Wie trist-traurig sieht die Gorch Fock doch gegen die lebenslustig-quietschbunten Mexikaner aus! Tolle sprechende Bilder, tolle Videos, tolle Impressionen mal wieder. Danke!
    Das beste Bild ist aber das des halben Tieres, das aus Pees Rucksack hängt und inzwischen seinen Weg in unsere Mägen gefunden hat. Leider allzu schnell, weil allzu köstlich. Ist nicht mehr viel nach. Auch dafür nochmal danke. Für solch einen Lohn mache ich gern die Paketlagerstelle – auf Jahrzehnte. Versprochen.
    Falls ihr mal nicht mehr segeln wollt, müsst ihr einen Importhandel mit so leckerem Schinken machen. Wird weggehen wie warme Semmeln.
    Aber nun ruht euch vorerst erst mal aus, bis das gelb-graue Gemisch die Mücke gemacht hat.

    Herzliche Grüße aus dem nasskalten Norddeutschland und weiter so tolle Tage, Wochen, Monate – bin/sind gespannt auf die Fortsetzung des Berichts…
    Eure Maren und Co

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