Gastbeitrag: Mein 3. Besuch auf der Sutje

Am 28. Januar bin ich nach 18 Std von HH über Zürich auf dem netten kleinen Flughafen in Cartagena gelandet. Pee und Jan haben mich glücklicherweise abgeholt. Die nächsten beiden Tage haben mir die beiden die Hafenstadt  mit dem bunten Getsemani, dem Ausgehviertel von Cartagena, gezeigt und  einen Ausflug zum Aussichtspunkt „La Popa“ gemacht.

Natürlich mussten wir auch mal einen Apero trinken gehen und uns was zu Essen gönnen! Das macht in Getsemani richtig Laune.

Am 31. Januar sind wir für eine Woche ins Landesinnere u.a. nach Medellin geflogen um ein bisschen mehr von Kolumbien zu sehen.

Die Flughäfen in Kolumbien, die ich bis jetzt gesehen habe, werden mit viel Grün gestaltet und sind auch viel weniger hektisch als in Europa.

Auf den ersten Blick erscheint Medellin recht „schraddelig“ und chaotisch. Aber wenn man die Stadt näher kennenlernt ist sie doch recht sympathisch. In Medellin gibt es eine hochmoderne blitzsaubere Metro und einige Seilbahnen die zu den umliegenden hügeligen Randgebieten fahren. Selbst mit sauberen Toiletten klappt es in Kolumbien meist besser als bei uns zuhause. Um die Stadt besser kennenzulernen haben wir in Medellin zwei  interessante Führungen gemacht, eine durch die Commune 13, die Gegend in der früher unter anderem Pablo Escobar das Regiment geführt hat und viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Morde waren an der Tagesordnung. Die Familie unseres Guides Christian hat dies noch am eigenen Leib erfahren und das konnte er uns hautnah schildern.

Die zweite Führung mit Guide Dio ging  durch die Innenstadt. Besonders eindrucksvoll waren neben den allgemeinen Informationen zur Stadtgeschichte die vielen großen Bronze-Statuen auf dem Plaza Botero. Fernando Botero war ein kolumbianischer Künstler und Maler, der diese Statuen der Stadt gestiftet hat. Beide Guides haben einen super Job gemacht und uns viel Spannendes von Medellin erzählt und gezeigt.

Auf Empfehlung von unserem Guide Dio sind wir am letzten Abend zu einem öffentlichen Platz in der Medelliner Innenstadt gegangen, an dem sich viele Einheimische zum Tanzen und Musik machen treffen. Das war ein schöner Abschluss für uns alle, besonders für Pee, die herrlich ihr Salsa und Samba Tanzbein schwingen konnte.

Gewohnt haben wir in einem von Pee und Jan gut ausgesuchten Airbnb im Stadtteil Poblado, dem 14. Bezirk und Ausgehviertel von Medellin. Das Apartment hatte eine perfekte Lage mit Dachterrasse, damit Pee und ich Karten spielen konnten und wir abends auch immer in unmittelbarer Nähe essen gehen konnten.

Am nächsten Tag sind wir weiter für 4 Tage nach Salento gefahren, eine für ihre Kaffeeplantagen bekannte Hochebene.

Auch das Cocora Valley mit seinen 70 m hohen Wachspalmen ist bei Touristen recht beliebt. Wir hatten dort eine schöne Wanderung über 6-7 Stunden.

Einige Tage zuvor war durch einen Erdrutsch die Straße abgerutscht, so dass die Anreise zum Cocora Valley etwas umgelegt werden musste und wir daraufhin durch extrem matschiges, stark absteigendes Gelände zur Jeep-Abfahrtstelle gehen mussten.

Salento ist ein nettes Touristendorf mit super freundlichen Bewohnern und guten einheimischen Restaurants.

Generell muss man den Kolumbianern ein großes Kompliment machen: sie sind vorwiegend nett und hilfsbereit. Das war wirklich eine interessante Reise ins Landesinnere von Kolumbien und auch mal etwas kühler als im heißen Cartagena (im Schiff 30-35 Grad).

 Als wir wieder in Cartagena zurück waren, mussten wir noch etwas Proviant auf dem Markt einkaufen, bevor wir am nächsten Morgen noch mit Sutje zu den Islas del Rosario gefahren sind. Am Fischstand haben wir einen leckeren ganzen Fisch gekauft, der etwas an unseren norddeutschen Dorsch erinnerte.

Der Markt ist auch mal spannend anzuschauen: an Lautstärke kaum zu überbieten. Die Shops auf dem Weg zum Markt übertönen sich durch das Anbieten ihrer Produkte, gepaart mit lauter Musik und dann noch die hupendem Autos und Mopeds die parallel zu den Geschäften fahren.

Am nächsten Morgen haben wir uns um 7:00 auf den Weg zu den Islas  gemacht und uns gefreut, endlich nach Ankunft in das 28 Grad warme Wasser zu springen.

Bedauerlicherweise konnten wir weder auf der 4 stündigen Hin- noch auf der Rücktour segeln, da zu wenig Wind war.

Pee und ich haben die Isla Grande besucht. Jan wollte nicht vom Schiff, da der Wind drehen sollte und er dann lieber für irgendwelche Änderungen der Ankerposition parat sein wollte.

Die Insel schien auf den 1. Blick sehr schön , aber nach einigen hundert Metern haben wir gemerkt, dass neben den Touristenmagneten leider doch viel Müll herumlag.

Schade, dass da die Bewohner keinen Blick für ihre schöne Insel haben und diese versuchen zu pflegen.

Gleich kommen wir in Cartagena an und mein letzter Tag steht mir bevor.

Heute Abend gibt’s noch ein Abschiedsessen in der Nähe der Marina und morgen geht’s wieder nach Hause auf die Nordseeinsel.

Schön war es wieder😊!

Auf den Pfaden der internationalen Backpacker Community

Die gemeinsame Reise mit Tobi nach Minca in die Berge im Osten von Kolumbien hat uns von der Party Location Cartagena direkt zum internationalen Chill Out geführt. Im angenehm klimatisierten Überlandbus sind wir sechs Stunden durch die ziemlich vertrocknete Küstenregion von Nordkolumbien getuckert. Die Verkehrsdichte ist moderat, aber die vielen Speed Bumps sorgen trotzdem für eine recht geringe Durchschnittsgeschwindigkeit. Hier und da wird zudem kurz angehalten, um Verkäufer aufzunehmen, die ihre frisch frittierten Leckereien dann während der Fahrt im Bus anbieten. So kommt man recht entspannt und keinesfalls ausgehungert bequem von Cartegena nach Santa Marta im Norden an der Küste. Dort haben wir direkt am Busbahnhof ein Taxi nach Minca genommen.

Minca ist ein netter kleiner auf 600 Metern im Wald gelegener Ort, in dem sich in den letzten Jahren jede Menge Packpacker Infrastruktur entwickelt hat. Es gibt viele nette Hostels, AirBnB und kleine Hotels, die Restaurants decken die internationale Küche ab und abgerundet wird das Ganze durch jede Menge Cafés, Bars und Handwerkskunst. Gefühlt gibt es kein Haus in dem Ort, das nicht irgendwie an der Versorgung und Unterhaltung der Touristen beteiligt ist. Das Ganze ist organisch gewachsen und doch ausreichend strukturiert, um eine sehr angenehme Atmosphäre zu bieten.

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Eine ruhige Überfahrt und doch ist immer irgendwas

Wir sind nun schon vor einer Woche, am 29.12.23 hier in Cartagena, Kolumbien angekommen. Die Passage von Martinique war vom Wetter her ruhig und meistenteils war das Segeln sehr angenehm. Wir sind zügig vorangekommen und waren am Ende nur sieben Nächte unterwegs und damit fast zwei Tage früher als geplant in Cartagena. Und trotz der guten Bedingungen war es auch diesmal physisch und psychisch anstrengend.

Letzter Abend in St. Anne, Martinique
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