Fjord à la Bretagne

Aber Wrac‘h ist ein kleines Örtchen im Nordwesten der Bretagne. Viele kleine Felsinseln, an denen sich die langgezogene Atlantikdünung teils spektakulär bricht und die je nach Tidenhub unter oder über Wasser sichtbar sind, flankieren die entsprechend gut mit Tonnen markierte Einfahrt in die fjordartige Bucht und den Hafen.

Einfahrt von Aber Wrac’h

Der kleine Ort selbst dient im Wesentlichen als Logistikbasis für die vielen Sommerhäuschen , die den Fjord umgeben. Hauptaktivität scheint hier der Wassersport zu sein. Jede Menge Kinder aller Altersklassen wurden heute Morgen in kleinen Flottillen (Segelgruppen) von Optis, Jollen und Katamaranen jeweils mit Begleitboot aufs Wasser gebracht und haben dort den ganzen Tag lang emsig ihre Manöver gefahren.  Ein hübsches Wimmelbild und ein großes Engagement für den Segelsport.

Wir haben eine schöne Küstenwanderung über das Kap in die Dünen von Sainte Marguerite gemacht.

Strand von Sainte Marguerite

So beeindruckend die Landschaft, so erschreckend doch aber die Menge an Adlerfarn, der hier großteils die Felsenküste und die Dünen in dichten Beständen monokulturartig dominiert. Gegen dieses giftige und widerstandsfähige Zeug ist fast jedes Mittel zwecklos, wenn es sich einmal verbreitet.

Farnpest

In den Gärten herrscht jedenfalls meist üppige Blumenpracht und vor allem Hortensien in jeder Farbvariante erfreuen sich großer Beliebtheit und gedeihen auch bestens, fast kitschig schön. Meistens sind die bunten Züchtungen mit vollen Dolden für Insekten leider nicht so attraktiv wie für unsere Augen.

Bunte Gärten

Aber es gibt ja Alternativen: Der Ansatz auf einer Verkehrsinsel für gewünschte Artenvielfalt bei Pflanzen und Insekten zu sorgen ist vor dem Hintergrund irgendwie rührend – aber doch auch löblich und einfach auch hübsch.

Diverse Verkehrsinsel

Morgen geht’s weiter Richtung Brest.

Leuchtfeuer der Ile Vierge
Abendstimmung im Fjord

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